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Neuster Spielbericht

Die Herren 1 traten erstmals seit Beginn der Pandemie unter der Führung von Coach Wilbert „Wawa“ Watson wieder im (halbwegs) normalen Spielbetrieb in der Bezirksliga Nord an. Aus der Jugend stießen mit Julian Roßwag und Jan Frey zwei talentierte Spieler zur Mannschaft; ebenso neu in die Mannschaft kam Carl-Philipp Jansen, der über die „alten Herren“ den Weg zu den Aktiven fand.

Ein schwieriger Start

Nach guter Vorbereitung inkl. Testspielsieg gegen die 2. Mannschaft der KIT-Basketballer begann die Saison mit einer knappen 73:67 Niederlage gegen die späteren Ligameister der ESG Frankonia, die über die ganze Saison hinweg mit einer starken Mannschaftsleistung auftrumpfen konnten. Das zweite Spiel ging ebenfalls mit 70:85 gegen den späteren Tabellenzweiten UC Baden-Baden verloren, trotz des ersten Heimauftritts. Zu Spiel 3 kam der PSK nach Berghausen, gegen die es eine klare 74:99 Niederlage gab. Mit nur sieben Spielern ging gegen die vollzählig angetretenen Gegner am Ende ein wenig die Puste aus. Mit drei Niederlagen im Gepäck spürte man im Team eine Unsicherheit aufkommen, die sicher auch der mangelnden Erfahrung aus zwei unvollständigen Saisons geschuldet war. Die vierte Niederlage in Serie musste gegen einen schwachen Gegner aus Rastatt hingenommen werden.

Der erste Sieg und die Verletzungswelle

Auch das fünfte Spiel stand unter schlechten Vorzeichen, da man auswärts beim starken und sehr erfahrenen Gegner TSV Graben antreten durfte. Durch eine herausragende Defensivleistung mit enormer Unterstützung durch den „Veteran“ Patrik Hlobil konnte hier der erste Saisonsieg eingefahren werden. Mit vier Spielern in den zweistelligen Punkten und weiteren zwei mit 9 Punkten war auch offensiv ein geschlossen starkes Spiel geliefert worden. Mit dem Sieg im Gepäck empfing man die Goldtstadt Baskets in Berghausen, die man klar mit 69:49 schlagen konnte. Leider hatte sich der schnelle Aufbauspieler Alaa Drawish in der Zwischenzeit schwer verletzt und einen Kreuzbandriss zugezogen – für ihn war die Saison damit leider beendet, womit ein wichtiger Stammspieler ausfiel. Kurz danach verletzte sich Heiko Fückel, der erfahrene Center, am Sprunggelenk und fiel ebenfalls viele Wochen aus. Mit ihm als einem der wenigen „Big Men“ traf dieser Verlust die Mannschaft ebenfalls hart. Mit Verletzungspech ging es im nächsten Spiel gegen Bruchsal weiter. Nur zu sechst angetreten, verletzte sich der bisherige Topscorer der Mannschaft, Carl-Philipp Jansen, ebenfalls am Sprunggelenk und fiel für den Rest des Spiels und ein paar weitere Partien aus. Nach dem Max Kolb im dritten Viertel zu Unrecht das fünfte Foul bekam, musste die bis dahin auf Augenhöhe agierende TSV Mannschaft den Gegner davonziehen lassen. Zu viert war hier nichts mehr zu holen.

Durchwachsenes Hin und Her

Im nächsten Spiel konnte man sich gegen einen Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel durchsetzen. Ein knapper 62:65 Sieg gegen die BG Karlsbad war gut für die Moral und das Selbstbewusstsein. Max Kolb (15), Daniel Deininger (14) und Patrik Hlobil (13) legten den Grundstein für diesen Erfolg. Mittlerweile war mit Lorenz Klemm eine insbesondere defensiv große Verstärkung eingetroffen, die der Mannschaft im Verlauf der verbleibenden Saison noch enorm helfen würde. Leider musste man ebenso den verletzungsbedingen Verlust des „Big Man“ Sean Pölka hinnehmen, der dem Team gerade im Zentrum fehlte. Im nächsten Spiel lief dann leider gar nichts zusammen. In Linkenheim-Hochstetten musste man sich ohne Coach und mit miserabler Trefferquote geschlagen geben. Einzig Patrik Hlobil (17) konnte hier zweistellig Punkten und halbwegs an Normalform anknüpfen. Das Rückspiel zu Hause gegen den Tabellenführer ESG Frankonia ging ebenfalls klar mit 54:88 verloren. Nach nun zwei Niederlagen in Serie musste man zum Tabellenzweiten aus Baden-Baden. Zwar lief Carl-Philipp hier mit 39 Punkten zu Höchstform auf, konnte aber die letztlich klare 81:61 Niederlage auch nicht verhindern, da das Duo Stanojcic/Zdravkovic mit zusammen 56 Punkten zu stark war. Die Ausgangslage war nun schlecht, man befand sich im Keller der Tabelle.

Eine wichtige Siegesserie rettet die Saison

Fortan ging es um den Klassenerhalt. Und Coach und Mannschaft zeigten genau die richtige Reaktion. Zunächst gab es einen knappen und umso wichtigeren 59:57 Sieg gegen Bruchsal, bei dem Henry Stobitzer (18), Max Kolb (16) und Lorenz Klemm (12) gut in die Punkte kamen. Dann schlug man knapp den Tabellenkonkurrenten in Rastatt mit 63:55. Die zwischenzeitliche 71:77 Niederlage zu Hause gegen den TSV Graben mit deren starken Routinier Alexander Breyer (28) wog nicht schwer, weil man eine insbesondere defensiv eine gute Leistung und ein unterhaltsam-spannendes Spiel gezeigt hatte. Jedoch war es wichtig, gegen den Tabellenletzten aus Pforzheim nun zu punkten, um den Klassenerhalt einzutüten. Unter Führung von Lars Ringwald (19), der nur mit Fouls zu stoppen war sage und schreibe 23 Mal an der Freiwurflinie antrat, errang man einen 81:72 Sieg gegen aggressive Gegner, bei denen vier (!) Spieler mit fünf Fouls ausgeschlossen wurden. Im Spiel danach gegen die BG Karlsbad gab es den nächsten Sieg. Mit 66:59 ging die umkämpfte Partie an den TSV, bei der man insbesondere defensiv wenig zugelassen hatte.

Die Saison läuft aus

Mit dem Klassenerhalt in der Tasche ging man (etwas zu) entspannt in die letzten beiden Partien. Gegen einen starken Gegner aus Linkenheim gab es eine knappe 68:72 Niederlage. Das letzte Spiel der Saison bei PSK ging ebenfalls verloren. Mit nur sechs Mann dank des Einspringens des lauf- und dribbelstarken Stephan Hahn konnte man zwar gut mithalten, aber am Ende nicht die 80:61 Niederlage verhindern.

Fazit

Eine sehr durchwachsene Saison mit einigen Aufs und Abs ist zu Ende. Zahlreiche Verletzungen überschatteten die Saison, die man zum Glück mit aushelfenden Spielern wie Erik Herbach, Philipp Deininger, Stephan Hahn, Lorenz Klemm und Patrik Hlobil kompensieren konnte. Ein verlässlicher Rückhalt waren insbesondere Fabio Vivona und Jan Frey, die mit je 16 Spielen am häufigsten dabei waren und konstant für das Team in den „Ring“ stiegen. Insgesamt die meisten Punkte für den TSV holten Fabio Vivona (77 Punkte, 5 Punkte pro Spiel), Henry Stobitzer (109 Punkte, 8 P. pro Spiel), Max Kolb (118 Punkte, 11 P. pro Spiel), Lars Ringwald (124 Punkte, 10 P. pro Spiel) und Carl-Philipp Jansen (298 Punkte, 21 P. pro Spiel). Letztlich hat aber in der Regel die Defensive die Spiele gewonnen. Unter Coach Watson konnte man variabel zwischen Manndeckung und Zone wechseln, die im Verlauf der Saison immer besser wurde und die TSV Mannschaft für den Gegner schwer zu bespielen machte.

Blick in die Zukunft

Auch wenn die Liste der potentiellen Spieler lang ist, so wird eine Vielzahl aufgrund von Studium, Ausbildung etc. wohl nur sporadisch verfügbar sein. Die große Herausforderung für die nächste Saison wird sein, einen Kern um hoffentlich vorhandene Spieler zu bilden, den man mit den aushelfenden Spielern gut ergänzen kann. Möglicherweise können aus der Jugend erste Spieler an das Niveau und die Körperlichkeit der Herren herangeführt werden. Ebenso stoßen möglicherweise ein paar Freizeitspieler der ehemaligen Herren 2 zur H1 dazu. Die Planungen von Coach Watson und seinem Team sind jedenfalls bereits im Gange.

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